Kolloidales Silber bei Pferden
       

Einleitung
Immer mehr Menschen die die Vorzüge von kolloidalem Silber kennen gelernt und vieleicht auch schon für sich genutzt haben, verwenden das Silberwasser mit gleichem Erfolg bei ihren Tieren. Und tatsächlich gibt es viele Übereinstimmungen zwischen Mensch und Tier. So manche Krankheit, die von Viren, Bakterien oder Pilzen beim Menschen verursacht werden, werden ebenso durch diese beim Tier verursacht. So wird beim Menschen eine Mittelohrentzündung genauso wir z. B. bei der Katze durch dieselben Bakterien hervorgerufen. Der eigentliche Unterschied besteht nur in der Applikationsweise und der Dosierung. Von ihrem Hund werden sie wahrscheinlich schlecht erwarten können, daß er das kolloidale Silber freiwillig einnimmt. Hier ist oft die Kreativität des Tierbesitzers gefragt um andere Möglichkeiten zu finden. Grundsätzlich kann man sich an der Einnahme von Medikamenten orientieren. Die Dosierung wird, wie auch beim Menschen, der jeweiligen Größe bzw. dem jeweiligen Alter angepasst. Wie bei Kindern wird die Menge bei Kleintieren dementsprechend reduziert.
Vorbeugen ist besser als heilen.
Zur allgemeinen Prophylaxe gegen Krankheiten kann kolloidales Silber dem Futter oder dem Trinkwasser beigemengt werden. Allerdings ist wie beim Menschen eine unverdünnte Verabreichung die optimalste Einsatzmöglichkeit.
Bei Kleintieren kann Silberwasser mittels einer Plastikspritze (ohne Nadel) unter die Zunge gespritzt werden. Bei großen Tieren wird das Silberwasser so weit wie möglich in den hinteren Maulbereich oder den Rachen gespritzt. Sollte dies nicht möglich sein, geben sie das Silberwasser in das Trink- oder Futtergefäß des Tieres. Bei Entzündungen im Maulbereich können sie auch eine Sprühflasche verwenden; für Entzündungen der Pfote, Hufe oder Tatzen verwenden sie am besten naßgetränkte Kompressen.
Wenn sie weiterlesen finden sie alphabetisch geordnet sehr viele Erkrankungen von Pferden, Hunden und Katzen die durch Viren, Pilze, Bakterien und Parasiten hervorgerufen werden. Zu jeder Krankheit finden sie eine ausführliche Beschreibung des Krankheitsbildes und zusätzlich die jeweilige Dosierung und Anwedungsmöglichkeit für kolloidales Silber.
In unserem Shop finden sie dieselben Erkrankung mit einem Bild unterlegt. Klicken sie einfach auf das zutreffende Bild und sie gelangen sofort zur, für die jeweilige Erkrankung richtigen Dosierung an Silberwasser. Nur noch die Menge eingeben und bestellen.
Noch ein Hinweis: Der Einsatz von kolloidalem Silber ersetzt nicht den Besuch beim Tierarzt. Besonders bei schwerwiegenden Erkrankungen sollten sie den Gang zum Tierarzt nicht hinauszögern. Sollte nach ein paar Tagen der Behandlung mit Silberwasser keine Besserung eintreten, ziehen sie ihren Tierarzt zur Rate. In vielen Fällen kann kolloidales Silber ihrem Tier helfen und die Behandlung unterstützen. Die Beschreibungen sind nicht dazu geeignet, selber Diagnosen zu erstellen. Wir haben die Texte aus verschiedenen Büchern recherchiert, geben aber keinerlei Gewähr auf die Richtigkeit dieser Texte.
    
Erkrankungen unserer Pferde (alphabetisch gereiht)
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Bindehautentzündung
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Bronchitis
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Dämpfigkeit
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Druse
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DSLD
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Einschuß
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Gallen
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Hautpilze
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Hufrehe
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Ladendruck
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Luftsackerkrankung
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Lungenentzündung
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Mauke
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Mondblindheit
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Rotz
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Sommerekzem
Sollte ihr Tier an einer anderen Krankheit leiden die hier nicht aufgeführt ist, scheuen sie nicht uns eine Email-Nachricht darüber zu senden. Wir werden selbstverständlich das Krankheitsbild analysieren und ihnen mitteilen ob Silberwasser auch für diesen Bereich geeignet ist.
Konjunktivitis ist der medizinische Fachausdruck für die Entzündung der Bindehaut des Auges. Die Bindehautentzündung kann unterschiedliche Ursachen haben.
Allgemeine Symptome der Konjunktivitis sind eine verstärkte Durchblutung und damit Rötung der Bindehaut, eine Bindehautschwellung, eine Verengung der Lidspalte, vermehrter Tränenfluß, Lichtscheu, Zusammenkneifen der Augenlider, Juckreiz, Brennen, Eiterbildung und oft auch starke Schmerzen. Darüber hinaus können Schleimhautveränderungen wie Bläschen und Beläge entstehen.
Therapie:
Versuchen sie die Ursache (Zugluft, starke Staubbildung, Rauch, Fremdkörper usw.) zu beseitigen bzw. zu vermeiden.
Verwenden sie pro Tag 5 ml Silberwasser zu 25 ppm für beide Augen. Träufeln sie das kolloidale Silber mehrmals täglich (ca. 10 Tropfen) in jedes Auge. Sie können auch ganz vorsichtig Auswaschungen mit Silberwasser (25 ppm) vornehmen.
2. Bronchitis
Als Bronchitis wird eine Entzündung der Bronchien bezeichnet. Als Tracheobronchitis bezeichnet man eine Entzündung der Bronchien und der Luftröhre. Aufgrund klinisch bedeutsamer Unterschiede erfolgt eine Einteilung in akute Bronchitis und chronische Bronchitis.
Viren, Bakterien und Pilze, aber auch andere Erreger können bei Tieren Infektionen der Atemwege verursachen, die sich als Schnupfen, Erkältung oder einer Grippe äußern. Wie beim Menschen treten Atemwegserkrankungen auch bei Tieren vorwiegend in der kalten Jahreszeit auf.
Therapie:
Bei bakteriellen, viralen oder Pilzinfektionen kann Silberwasser zu 50 ppm sehr gut helfen. Verabreichen sie 3 x täglich 100ml Silberwasser über 4 Tage. Danach bis zum völligen Abheilung der Bronchitis 1 x täglich morgens 100ml. Bei Nasen u./o. Augenbeteiligung können sie Silberwasser auch als Nasen- bzw. als Augentropfen applizieren.
3. Dämpfigkeit (chronisch obstruktive Bronchopneumonie)
Wird eine Erkrankung des Brochialsystems, meist verbunden mit Husten, nicht rechtzeitig behandelt und hält er über mehrere Wochen an, geht der zu Anfang feuchte Husten in einen trockenen Husten über. Dieser kann sehr schnell chronisch werden und führt in der Folge zum Auftreten der Dämpfigkeit.
Eine weitere häufige Ursache der Dämpfigkeit ist das falsche Eindecken des Pferdes im Winter. Oft decken die Besitzer ihrer Pferde nur über Nacht ein und verzichten tagsüber auf die Winterdecke. Dies führt zum Verlust des richtigen Tag/Nacht Rhythmus, da der Temperaturunterschied fehlt.
Dämpfige Pferde atmen bereits bei geringer Anstrengung schwer und unregelmäßig, häufig kommt auch Husten dazu. Es zeichnet sich auch meist die sogenannte Dampfrinne ab, eine Einkerbung des Leibes zwischen Bauchmuskel und Rippenbogen. Zum Anfang der Erkrankung ist meist noch keine Verminderung der Leistungsfähigkeit des Pferdes zu bemerken, da es versucht durch Unterstützung durch die Bauchmuskulatur und durch die Erhöhung der Atemfrequenz entgegen zu wirken.
Therapie:
Behandeln sie auftretenden Husten frühzeitig!
Bei Dämpfigkeit geben sie ihrem Pferd eine Woche lang 3 x täglich 100 ml Silberwasser zu 50 ppm. Danach bis zur Symptombesserung 2 x täglich dieselbe Dosierung.
Zusätzlich ist eine der geringeren Belastbarkeit des Pferdes angemessene Arbeit sowie das Vermeiden von Faktoren, die die Atemwege und die Lunge reizen könnten, sinnvoll.
4. Druse
Die Druse ist eine Pferdekrankheit die auch als Coryza contagiosa oder Adenitis equorum bezeichnet wird. Diese sehr ansteckende Infektionskrankheit befällt die oberen Luftwege des Pferdes. Verursacht wird die Druse durch das Bakterium Streptococcus equi. Die Inkubationszeit beträgt 3 bis 14 Tage, wobei sich der Erreger über das Blut und die Lymphe verbreitet.
Neben einem Katarrh der Nase mit schleimig-eitrigem Nasenausfluß, Husten und hohem Fieber kommt es häufig zu einer Vereiterung der Kopflymphknoten, Unterkieferlymphknoten und Kehlgangslymphknoten. Beim Befall der Kehlgangslymphknoten kann die Erkrankung auf den Luftsack übergreifen und zu einer Vereiterung des Luftsackes führen. Durch das Übergreifen auf die Lunge kann sich eine Lungenentzündung entwickeln. In seltenen Fällen kann es zu einer Streuung der Abszeße in andere Organe wie Leber, Milz, Niere, Gehirn und Darmlymphknoten kommen. Die Erkrankung ist ohne Behandlung nicht selten tödlich.
Therapie:
Verabreichen sie 1 Woche lang 3 x täglich 100 ml Silberwasser zu 50 ppm . Danach bis zur völligen Genesung 2 x täglich dieselbe Dosierung.
5.DSLD (Degenerativ Suspensory Ligament Dismitis)
DSLD ist ein degeneratives Syndrom bei Pferden. Es handelt sich hier um eine sogenannte degenerative Fesselträgerentzündung. Die Erkrankung ist bisher nur oberflächlich erforscht.
DSLD bewirkt eine Verkrüppelung der Fesselträger des Pferdes. Die Krankheit wird als degenerativ bezeichnet, da es im Laufe der Jahre zu einer progressiven Verschlimmerung der Entzündung (Desmitis) des Fesselträgers kommt. Es sind beide Hinter- oder beide Vorderbeine betroffen. Bei Baso Peruanos konnte man Fälle beobachten, bei denen alle 4 Gliemaßen betroffen waren.
Durch Forschungen ließ sich feststellen, daß sich das Syndrom bei Paso Paruanos anders als bei anderen Pferderassen auswirkt. Die meisten Tiere erkranken in einem Alter von 8-13 Jahren und mußten in den darauffolgenden Jahren eingeschläfert werden. Bei ihnen entwickelt sich die Krankheit nicht durch zu große Belastungen.
Man geht davon aus, daß DSLD bestimmte Zellgewebe schädigt bzw. verändert und es so zu einer dauerhaften Entzündung des Fesselträgers kommt. Der Prozeß kann auch als eine Art Rückbildung gesehen werden.
DSLD kann auch vermutlich das innere Organsystem schädigen. Bei einigen Pferden, bei denen man die Diagnose DSLD stellen konnte, ließen sich tumorartige Veränderungen der inneren Organe feststellen.
DSLD entwickelt sich über einen längeren Zeitraum und weist deshalb verschiedene Stadien auf.
Anfangsstadium:
Zu Beginn bleibt die Krankheit häufig unbemerkt, da Symptome wie Rückenschmerzen, Wesensveränderungen und allgemeine Steifheit häufig mit andeen Belastungsfaktoren verwechselt werden. Die Diagnose in diesem Stadium fällt schwer.
Mittleres Stadium:
Die Pferde haben Schwierigkeiten auf 3 Beinen zu stehen (z. B. beim Beschlagen). Durch die zunehmende Steifheit entsteht auch ein zunehmender Bewegungsmangel. Dieses Stadium wird oft mit einer Arthritis verwechselt.
Fortgeschrittenes Stadium:
Es tritt eine Verdickung des Fesselkopfes an den betroffenen Beinen auf. Manche Pferde zeigen in diesem Stadium Veränderungen des Ganges zur Lahmheit. Die Bewegungsaktivität wird häufig unbemerkt weniger.
Endstadium:
Im Endstadium stehen die Pferde in einer Schonhaltung, in der sie die gesunden Beine belasten. Vielen Pferden ist es nur noch möglich zu liegen, da ihnen jede Belastung der kranken Beine starke Schmerzen verursacht.
Besonders gefährdet sind Tiere der Rasse Paso Peruano. Andere Rassen sind vereinzelt betroffen, wobei Pferde die eine der betroffenen Rassen als Vorfahren aufweisen, ebenfalls gefährdet sein können. Zusätzlich gibt es Tiere, die durch starke Belastung (z. B. Rennpferde) oder durch einen früheren Fesselträgerschaden erkranken. Auch Zuchstuten und ältere Pferde sind gefährdet.
Therapie:
Verabreichen sie 1 Woche lang 3 x täglich 100 ml Silberwasser zu 50 ppm . Danach bis zur völligen Genesung 2 x täglich dieselbe Dosierung. Zusätzlich baden sie die Fesseln 1 x täglich mit Silberwasser. Verdünnen sie dazu 500 ml Silberwasser zu 25 ppm mit normalem Wasser (ca. 5 Liter) und geben diese Mischung in eine Wanne oder einen Kübel. Die Fesseln sollten deutlich überspült sein. Lassen sie ihr Pferd bis zu einer halben Stunde im Silberwasser stehen. Alternativ können sie mit Silberwasser getränkte Tücher um die Fesseln wickeln. Dann sollten sie aber diese bis zu einer Stunde um die Fesseln belassen.
6. Einschuß
Als Einschuß wird eine Entzündung des Unterhautbindegewebes des Pferdes bezeichnet. Er entsteht durch das Eindringen von Bakterien in eine Wunde und zeigt sich meist durch Anschwellen des Verletzungsbereiches. Der Einschuß tritt meist im unteren Teil der Hinterbeine auf. Entsteht Eiter und dieser schmilzt in das umliegende Gewebe ein, spricht man von einer Phlegmone.
Therapie:
Verabreichen sie 3 Tage lang 3 x täglich 100 ml Silberwasser zu 50 ppm . Danach bis zur völligen Genesung 2 x täglich dieselbe Dosierung.
Bei einer Phlegmonenbildung verwenden sie lokal eine Zugsalbe. Sobald sich die Phlegmone geöffnet hat, reinigen sie die Wunde mit unverdünntem Silberwasser zu 25 ppm. Oftmals hilft ein kleiner Schnitt um die Phlegmone zu öffnen. Dies ist Aufgabe des Tierarztes.
7. Gallen
Galle bezeichnet in der Veterinärmedizin, vor allem in der Pferdemedizin, eine Umfangsvermehrung synovialer Strukturen (Gelenke, Sehnenscheiden, Schleimbeutel), die durch eine entzündliche Vermehrung der Synovia hervorgerufen wird. Während Gallen von Hautschleimbeuteln im wesentlichen nur ein kosmetisches Problem darstellen, führen Anschwellungen der übrigen Strukturen zu Lahmheiten. Neben solchen Synovialschwellungen wird der Ausdruck "Galle" für druckbedingte Entzündungen der Huflederhaut verwendet (Steingalle)
Je nach betroffender synovilar Struktur wird unterschieden in:
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Gelenkgalle
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Sehnenscheidengalle (Tendovaginitis)
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Schleimbeutelgalle (Bursitis)
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Für häufiger betroffene Strukturen werden spezielle Bezeichnungen verwendet:
Eiergalle: Anschwellung des Schleimbeutels am Fersenbeinhöcker (Bursa subtendinea calcanea)
Genickbeule: Anschwellung des Schleimbeutels zwischen Nackenband und Atlas (Bursa subligamentosa nuchalis cranialis)
Knieschwamm: Anschwellung des Hautschleimbeutels vorne an der Vorderfußwurzel (Bursa subcutanea precarpalis)
Kreuzgalle: Anschwellung des Sprunggelenks
Kurbengalle: Anschwellung der gemeinsamen Sehnenscheide von Musculus flexor digitorum lateralis und Musculus tibialis caudalis
Liegebeule: Anschwellung des Schleimbeutels unter dem Ansatz des Musculus biceps femoris am Conylus lateralis des Oberschenkelknochens (Bursa subtendinea musculi bicipitis femoris)
Piephacke: Anschwellung des Hautschleimbeutels am Fersenbein (Bursa subcutanea calcanea)
Stollbeule: Anschwellung des Hautschleimbeutels am Ellbogenhöcker (Bursa subcutanea olecranii)
Therapie:
Im wesentlichen richtet sich die Behandlung nach den Kriterien einer infektiösen oder nichtinfektiösen Entzündung. Sie erfolgt wie bei einer Bursitis (Schleimbeutelentzündung) in der Humanmedizin.
Stellen sie das betroffene Gelenk vorübergehend ruhig und versuchen sie die auslösende Aktivität einzustellen bzw. zu verringern. Eine Kühlung des schmerzhaften Schleimbeutels wird meist als wohltuend empfunden und wirkt zusätzlich entzündunshemmend. Falsch wäre das Gelenk über einen längeren Zeitraum nicht zu bewegen, da sonst die Gefahr besteht das es versteift. Wichtig ist daher eine langsame und behutsame Bewegung ohne Belastung.
Verabreichen sie 1 Woche lang 3 x täglich 100ml Silberwasser zu 50 ppm. Danach bis zur völligen Genesung 2 x täglich dieselbe Dosierung.
Geht die Entzündung mit den genannten Maßnahmen nicht zurück ist eine chirurgische Sanierung indiziert. Dabei wird der Schleimbeutel drainiert oder eventuel entfernt.
8. Hautpilze
Hautpilz ist eine Bezeichnung für die Dermatomycose (Pilzerkrankung der oberen Hautschicht) und den Dermatophyten (Pilz selbst). Tiere können von verschiedenen Hautpilzen befallen werden. Durch ein und denselben Pilz können Haut, Haare, Nägel oder Krallen befallen sein. Vorwiegend durch Fehlernährung, Stress und durch ein Immundefizit können Hautpilze zum Ausbruch kommen. Ein Hautpilzbefall zeigt sich vor allem durch einen Juckreiz der betroffenen Hautstellen. Zusätzlich können die Haare an den betroffenen Stellen ausfallen.
Therapie:
Die betroffenen Hautareale werden 3 x täglich mit 25 ppm kolloidalem Silber besprüht oder eingerieben. Zusätzlich geben sie ihrem Pferd über längere Zeit morgens und abends 100 ml Silberwasser zu 25 ppm bis zum Verschwinden der Symptome.
9. Hufrehe
Die Hufrehe (Laminitis) ist eine Krankheit die durch eine aseptische, d. h. nicht durch Infektionserreger (meist Bakterien), hervorgerufene Entzündung der Huflederhaut beim Pferd verursacht wird. Bei dieser Erkrankung löst sich die Hufkapsel von der Lederhaut. Die akute Hufrehe ist ein Notfall und bedarf einer sofortigen Behandlung; in extremen Fällen kann es zum Ausschuhen kommen. Die chronische Hufrehe kann zu einer Hufbeinrotation führen.
Ursachen:
Eine Hufrehe kann durch mehrere Ursachen bedingt sein. Ihnen ist gemeinsam, dass sie zu einer Störung der Mikrozirkulation des Blutes im Bereich der Huflederhaut führen.
Die Belastungsrehe entsteht durch Überlastung des Hufes. Sie wird vor allem durch langes Laufen auf harten Böden ausgelöst (Marschrehe) oder durch Überlastung eines Hufes z. B. nach der Ruhigstellung des gegenüber liegenden Beines. Auch lange Stallphasen können aufgrund der dadurch ausgelösten Störung der Blutzirkulation zu einer Rehe führen (Stallrehe).
Die Futterrehe ist die am weitesten verbreitete Hufrehe und wird durch falsche Fütterung verursacht. Eine kohlehydratreiche Ernährung fördert das Entstehen von Stoffwechselstörungen. Strukturlose, kohlehydratreiche Futtermittel (z. B. Getreide) führen zu einer explositionsartigen Vermehrung von kohlehydratspaltenden Bakterien im Dickdarm und zu einer massiven Freisetzung von Milchsäure. Diese wiederum verursacht ein Massensterben der rohfaserverdauenden Bakterien und eine Freisetzung von Giftstoffen, die schlußendlich zu einer massiven Übersäuerung des Organismus führen. Ähnlich kann bei einer
Rehe durch Wasser bei einer zu großen Aufnahme von kaltem Wasser die Darmflora geschädigt und ebenfalls Giftstoffe freigesetzt werden.
Eine Geburtsrehe kann durch den Verbleib von Kleinstteilen der Nachgeburt in der Gebärmutter entstehen. Hierbei kommt es zu einer bakteriellen Zersetzung und der Aufnahme von Giftstoffen (Endotoxinen) in die Blutbahn.
Bei der Vergiftungsrehe werden im Darm ähnliche Vorgänge wie bei der Futterrehe im Darm ausgelöst. Vergiftungen können durch Aufnahme von Giftpflanzen wie z. B. Rizinus, Wicken, Robinien und Eicheln sowie durch Herbizide, Fungizide, Pestizide, Schimmelpilze und Pilzsporen entstehen. Gelegentlich sind aber auch Impfungen und Wurmkuren die Auslöser einer Vergiftungrehe.
Für die Medikamentenrehe können veschiedene Medikamente verantwortlich sein. Unter besonderem Verdacht stehen Cortisonpräparate.
Eine Rehe kann auch als Folge- oder Begleiterkrankung beim Cushing-Syndrom, Schilddrüsenerkrankungen, Zyklusstörungen der Stute (Dauerrosse oder ausbleibende Rosse) und Darmentzündungen infolge von Durchfallerkrankungen entstehen. Ebenfalls können eine Hyperlipidämie (erhöhte Blutfette) oder der Kreuzverschlag für eine Rehe verantwortlich sein. In seltenen Fällen entsteht eine Rehe durch einen Stromschlag.
Bei Bestehen einer Entzündung über 48 Stunden spricht man von chronischer Rehe. Folgen können ein Absinken des Hufbeins in die Kapsel, eine Rotation desHufes um das Hufgelenk, wobei die Hufbeinspitze zum Boden hin tendiert, oder die Kombination beider Varianten sein. Bei schwerer Rehe übt die Hufbeinspitze starken Druck auf die Sohle aus. Die Hufbeinspitze weicht dem Druck von unten aus indem sie sich verformt ("Skispitze") bzw. indem sich Knochensubstanz abbaut. In noch schwereren Fällen bricht die Hufbeinspitze durch die Sohle (Hufbeindurchbruch). Das Endstadium bildet das Ausschuhen, bei dem sich die Hufkapsel komplett ablöst. Von der Mehrheit der Tierärzte wird ein Erlösen des Tieres angeraten. Auch hier ist eine Heilung theoretisch möglich, wobei der Erfolg der Therapie nicht garantiert wird.
Symptome der Hufrehe
Zu Beginn ist ein eher kühlerer Huf als im Normalzustand feststellbar. Da dieser Zustand sich in einem zeitlich geringen Korridor befindet wird dieses Symptom nur selten bemerkt. Wenn bereits eine Entzündung vorhanden ist, ist ein wärmerer Huf gegeben. Der Kronrand ist leicht geschwollen. Das Pferd zeigt einen klammen, verhaltenen Schritt, d. h. die Schritte werden kurz und flach, später steif. Die Steifigkeit wird beim engen Wenden des Pferdes besonders deulich sichtbar. Eine erhöhte Pulsation der Zehenarterien kann an der Hinterseite des Fesselkopfes getastet werden. Beim Abtasten der Sohle mit der Hufuntersuchungszange zeigt sich eine erhöhte Schmerzhafigkeit.
Sind alle Beine oder nur die Vorderbeine von der Rehe betroffen, stellt das Pferd die Hintebeine nach vorne unter den Bauch und verlagert das Gewicht auf die Hinterhand und auf die Trachten (Ballenfußung). Sind die Hinterbeine erkrankt, bringt das Pferd die Vorderbeine weit nach hinten unter den Bauch, senkt als Gegengewicht den Kopf und belastet die Hinterhufe abwechselnd. Ist nur ein Bein betroffen wird es dieses hochhalten.
Als Zeichen der Allgemeinstörung kommt es zu einer Erhöhung der Atem- (normal 8 -16/min in Ruhe) und Pulsfrequenz (normal 30 - 44/min), evtl. tritt Fieber (höher als 38,4 C) auf. Weitere Anzeichen sind häufiges Liegen, Schmerzen, Angstzustände und Unruhe.
Die akute Hufrehe wird nach einem 4 Stufenmodel beurteilt:
Grad 1: In der Ruhe hebt das Pferd die Hufe abwechselnd. Im Schritt ist keine Lahmheit erkennbar. Im Trab ist der Gang kurz und steif.
Grad 2: Im Schritt geht das Pferd zwar willig, aber steif vorwärts. Das Aufheben eines Fußes ist problemlos möglich.
Grad 3: Das Pferd bewegt sich sehr widerwillig und wehrt sich heftig gegen den Versuch, einen Fuß hochzuheben.
Grad 4: Das Pferd weigert sich, sich zu bewegen. Es ist nur durch Zwang zum Laufen zu bewegen. Eventuell wird auch das Fressen durch zu große Schmerzen verweigert.
Sofortmaßnahmen und Therapie:
Die sofortige Verständigung des Tierarztes, bei leichten Entzündungen eines Hufschmieds, Hufpflegers oder eines Tierheilpraktikers hat bei der Hufrehe dringliche Priorität.
Sehr empfehlenswert ist das sofortige und anhaltende Kühlen der betroffenen Hufe durch sehr kaltes Wasser. Sie können die Hufe ohne weiters in einen Eimer mit kaltem Wasser (evtl. Eiswürfel) stellen. Kälte trägt dazu bei, den Entzündungsprozeß zu hemmen und wirkt auch schmerzlindernd.
Eine sofortige Futterumstellung ist bei allen Arten der Rehe, also nicht nur bei der Futterrehe, zu empfehlen. Es sollte nur Heu und Stroh, eventuell ergänzt durch mäßige Gaben von Apfeln und Möhren verfüttert werden. In der Akutphase der Rehe und zur Prophylaxe empfiehlt es sich, Rauhfutter mit einem niedrigem Futterwert (geringe Eiweiß- und Fruktankonzentration, z. B. Haferstroh und abgelagertes Heu) als Hauptnahrungsmittel einzusetzen oder die Heugabe zu verringern und durch Stroh zu ersetzen. Hochtragende (9. bis 11. Monat) und säugende Stuten sollten, da sie einen erhöhten Energiebedarf haben, fettreiche Futterzusatzstoffe erhalten, da diese nach neuesten Erkenntnissen das Rehegeschen nicht bedingen. Dem Enzym Bromelain (in Kiwis und Ananas) wird ebenfalls eine Schutzfunktion zugeschrieben.
Das Pferd sollte, wenn möglich, auf einen weichen Untergrund gestellt werden. Stress ist unbedingt zu vermeiden. Falls ein Transport notwendig wird, können die Hufe mit Schwämmen oder Verbänden gepolstert werden.
Geben sie ihrem Pferd 1 Woche lang dreimal täglich 100 ml kolloidales Silber zu 50 ppm. Anschließend bis zur Symptombesserung einmal täglich. Zusätzlich geben sie 100 ml Silberwasser zu 50 ppm in den oder die Eimer mit kaltem Wasser in denen sie die Hufe des Pferdes 2 x täglich kühlen.
10. Ladendruck
Die Lade ist der zahnfreie Raum zwischen Schneide- beziehungsweise Hakenzähnen und Backenzähnen des Unterkiefers. Beim Reiten werden Trense u./o. Kandare in diesen Zwischenraum gelegt. Durch falsch sitzende Mundstücke oder auch unangemessen heftige Zügelführung kann eine akute oder chronische Entzündung, der sogenannte Ladendruck ausgelöst werden. Medizinisch gesehen handelt es sich um eine mechanisch ausgelöste, lokale Mundschleimhautentzündung. Merkmale sind blutige oder eitrige Geschwüre, Wunden und Knochenauftreibungen im Maulbereich. Das Pferd frisst durch die Schmerzen auch widerwillig.
Therapie:
Sprühen sie 3 Tage lang 3 x täglich Silberwasser zu 25 ppm mittels einer Sprühflasche auf die betroffenen Stellen. Danach bis zur völligen Genesung 2 x täglich dieselbe Dosierung. Ihr Pferd wird es ihnen danken. Das Silberwasser hat durch diese Applikationsweise auch einen zusätzlich kühlenden Effekt. Das Fressen wird dadurch einfacher.
11. Luftsackerkrankung
Der Luftsack ist eine große, blasenförmige Erweiterung der Ohrtrompete bei Pferdeartigen und einigen anderen Unpaarhufern. Der etwa 300 ml fassende Luftsack liegt beidseits zwischen der Schädelbasis und dem Schlundkopf direkt unter der Ohrspeicheldrüse. Er grenzt an das Mittelohr, Kopfgelenk und Kiefergelenk. Durch den großen Ast des Zungenbeins wird er in einen laterale und mediale Bucht unterteilt. Direkt an die Luftsackwand liegen einige wichtige Nerven und Gefäße des Kopfes, die bei Vereiterungen geschädigt werden können. Über seine funktionelle Bedeutung gibt es verschiedene Theorien. Am wahrscheinlichsten erscheint, dass er als eine Art Kühlsystem für das Gehirn fungiert, da die innere Kopfarterie (Arteria carotis interna) durch ihn verläuft. Da der Luftsack über die Ohrtrompete mit dem Nasenrachen in offener Verbindung steht, können Infektionserreger in den Luftsack eindringen. Daher sind Luftsackerkrankungen relativ häufig und können mitunter sogar tödlich verlaufen.
Wichtige Erkrankungen des Luftsackes:
1. Luftsackmycose
Sie ist die am meisten gefürchtete Erkrankung, die durch Schimmelpilze (Aspegillus fumigatus) hervorgerufen wird. Luftsackmycosen haben insgesamt eine schlechte Prognose und stellen oft eine tickende Zeitbombe dar, da die Gefahr gegeben ist, dass der Schimmelpilz die Carotis interna angreift und diese zum platzen bringen kann. Eine Sickerblutung oder im schlimmsten Fall eine Sturzblutung die zum Verbluten führt wäre die Folge. Auch Lähmungen einzelner Hirnnerven können bei Mycosen auftreten.
2. Luftsackempyem
Das Luftsackempyem tritt meist im Rahmen einer Druse, einer Streptokokkeninfektion der oberen Luftwege, auf. Es handelt sich dabei um eine bakterielle Entzündung mit begleitender Eiteransammlung.
3. Luftsacktympanie
Bei einer gestörten Funktion der Tubenklappe kann es zu einer Luftansammlung und zu einer massiven Erweiterung des Luftsackes kommen.
Therapie:
Wie oben beschrieben steht der Luftsack mit dem Nasen-Rachenraum in Verbindung. Verabreichen sie das Silberwasser dual. D. h. als orale Applikation und als Sprühapplikation in die Nüstern.
Orale Anwendung:
Geben sie ihrem Pferd 3 Tage lang dreimal täglich 100 ml kolloidales Silber zu 25 ppm. Anschließend bis zur Symptombesserung einmal täglich.
Sprühapplikation: Verwenden sie eine ein Fläschchen mit Nasenzerstäuber. Sprühen sie 3 mal täglich zusätzlich zur oralen Anwendung das Silberwasser (ebenfalls 25 ppm) in die Nüstern. Achten sie darauf, daß das Pferd einschnauft wenn sie sprühen.
12. Lungenentzündung
Siehe Bronchitis und Dämpfigkeit
13. Mauke
Mauke ist eine bekterielle Hautentzündung in der Fesselbeuge des Pferdes. Vorzugsweise erkranken Tiere mit langem Behang. Die Krankheit tritt am häufigsten in den Wintermonaten auf. Beides weist auf die Tatsache hin, dass die Haut besonders nach einer Vorschädigung (Nässe, Tausalz, Urin, mechanische Irritation) für eine Entzündung empfänglich ist. Dies äußert sich in der Ausbildung eines übel riechenden Sekretes über der wunden und teils stark juckenden Haut. Die Symptomatik kann durch eine bakterielle Sekundärinfektion verstärkt werden. Unbehandelt kommt es zum chronischen Verlauf, der mit einer starken Verdickung der Haut im betroffenen Bereich einhergeht. Die Folgeerscheinungen können bis zu einer Bewegungseinschränkung des darunterliegenden Gelenkes reichen. Im Winter trifft man Mauke häufig bei Offenstallpferden an, da hier der Behang sehr schnell verschmutzt und einen sehr guten Nährboden für Bakterien bildet. Die Krankheit tritt auch sehr oft im Spätsommer auf, wenn das Gras aufhört zu wachsen und sich das Eiweiß (Protein) speichert. Zu kleereiche, bzw. zu "fette" Weiden, kann also auch ein Auslöser für Mauke sein. In diesem Fall sollte die Fütterung umgestellt werden.
Therapie:
Geben sie ihrem Pferd 3 Tage lang dreimal täglich 100 ml kolloidales Silber zu 50 ppm. Anschließend bis zur Symptombesserung einmal täglich 100 ml. Zusätzlich besprühen sie die betroffenen Stellen öfters mit Silberwasser zu 25ppm.
14. Mondblindheit
Die Mondblindheit (ERU=equine rezidivierende Uveitis), auch als periodische Augenentzündung bezeichnet, ist eine nicht eitrige Entzündung der Iris sowie der Aderhaut des Auges (Uveitis) speziell beim Pferd. Ebenfalls beteiligt sind Glaskörper und die Linse. Sie neigt zu Rückfällen und tritt dann meist periodisch auf.
Die periodische Augenentzündung wird bereits seit mehreren Jahrhunderten beobachtet, trotzdm konnte bis heute keine eindeutige Ursache gefunden werden. Heute geht man davon aus, dass es sich um eine Folge einer bakteriellen Infektion, der Leptospirose handelt bzw. um eine allergische Reaktion auf das Eiweiß der Leptospiren. Die im Glaskörper befindlichen körpereigenen Abwehrstoffe wehren sich sozusagen gegen die Leptospiren und rufen damit die Entzündungszeichen hervor.
Die Bakterien aus der Gruppe der Spirochaeten werden häufig über verdorbenes Futter aufgenommen, in dem Exkremente (v.a. Urin) von Kleintieren wie Mäuse enthalten ist. Ebenfalls häuft sich das Auftreten der Krankheit bei Pferden, die in sumpfigen Gebieten gehalten werden.
Erkrankte Pferde sind meist lichtscheu und zeigen vermehrten Tränenfluss. Die Bindehaut des Augenlids ist gerötet und die Pupillen verengen sich. Das Auge ist geschwollen und heiß, das Pferd kann unter Fieber leiden und wirkt dann häufig teilnahmslos. Es tritt mit der Zeit eine Trübung der Hornhaut ein. Die Entzündung kehrt meist im Abstand mehrerer Wochen oder Monate wieder, wodurch das Auge in Folge erblinden kann. Während normalerweise zuerst nur ein Auge betroffen ist, kann die Erkrankung auch auf das andere Auge übergreifen. Der Zeitraum bis zur vollständigen Erblindung variiert individuell zwischen einem halben Jahr bis etwa 9 Jahren.
Therapie:
Träufeln sie ihrem Pferd 2 Wochen lang dreimal täglich 10 Tropfen kolloidales Silber zu 25 ppm in jedes Auge. Da sich die Bakterien häufig auch an anderen Stellen im Körper befinden, sollten sie ihrem Pferd über 2 Tage 3 x täglich 100ml Silberwasser zu 50 ppm zusätzlich oral verabreichen.
15.Rotz
Nasen und Lungenrotz
Der Rotz (lat.: malleus) ist eine Krankheit, die vom Bakterium Burkholderia mallei verursacht wird und bevorzugt Einhufer wie Pferde oder Esel befällt, gelegentlich auch Kamele, eher selten Hunde oder Katzen. Auch Menschen können an Rotz erkranken.
Rotz gilt als eine der ältesten Pfedekrankheiten und fand bereits bei Hippokrates und Aristoteles Erwähnung. Bis Anfang des 20. Jahrhunderts war die Erkrankung weltweit und besonders unter Armeepferden verbreitet. Nach einer letzten Seuchenspitze im 2. Weltkrieg gelang es mittlerweile den Rotz in Nordamerika und Westeuropa weitgehends zu tilgen. Seit den 1990er Jahren steigt die Anzahl rotzkranker Renn-, Militär- und Hobbypferde in Asien und Südamerika jedoch kontinuierlich an. Ostasien, Indien, Iran, Irak, Türkei und Brasilien sind als endemisch verseucht anzusehen . Durch die Globalisierung des Pferdehandel und Reitsport kann es jederzeit zur Neueinschleppung der Seuche in andere Länder kommen.
Akuter Rotz tritt meist bei Eseln und Maultieren auf. Zu Beginn tritt hohes Fieber auf, es zeigt sich erst einseitig, dann beidseitig ein Nasensekret und eine Schwellung der Kehlgangslymphknoten. Je nach Lokalisation unterscheidet man verschiedene Typen des Rotzes.
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Malleus farciminosus (Hautrotz)
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Malleus humidus (Nasenrotz)
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Malleus pneumoniae (Lungenrotz)
Chronischer Rotz zeigt sich meist beim Pferd. Es treten unregelmäßig Fieberschübe, Husten, Atembeschwerden und Schwellung der Kehlgangslympfknoten auf. Ältere Rotzknötchen und Geschwüre verwandeln sich in die typischen eisblumenförmigen Rotznarben.
Therapie:
Rotz ist eine anzeigepflichtige Tierseuche. Bei einem Ausbruch ist jegliche Therapie verboten - alle infizierten Tiere müssen getötet werden. Ansteckungsverdächtige Tiere müssen monatelang isoliert werden. Wenn in dieser Zeit Zugang zum Tier besteht und die Zuständigen gewillt sind kann ein Versuch mit Silberwasser hilfreich sein. Die Dosierung und Konzentration muß je nach Befund individuell angepasst werden.
16. Sommerekzem
Das Sommerekzem der Pferde wird durch Insektenstiche hervorgerufen. Besonders durch den Stich von Stechmücken (Culex). Kriebelmücken können zwar ebenfalls eine Symptomatik hervorrufen, allerdings ist diese Mückenart eher für ihr Gift bekannt, das zu Herz-Kreislaufproblemen bei Pferden und Rindern führen kann (Simuliotoxicose). Beim Sommerekzem handelt es sich nicht um eine Giftwirkung, sondern um eine allergische Reaktion gegen den Speichel diverser Insekten.
Importierte Islandpferde sind aufgrund einer Überreaktion des Immunsystems nach der Einfuhr besonders anfällig für diese Krankheit. Das Auftreten des Sommerekzems bei auf dem Kontinent gezogenen Islandpferden entspricht dem anderer Rassen.
Die ersten Anzeichen, kleine Pusteln unmittelbar bedingt durch den Insektenstich sind noch kaum zu erkennen. In der Regel fällt der starke Drang zum Scheuern auf, verbunden mit stetiger Unruhe des Pferdes. Durch das ständige Scheuern fallen zunächst die Haare aus und es bilden sich offene, teils auch eitrige Stellen. Dies lockt noch mehr Insekten an - ein Teufelskreis. Die Schweifrübe, der Mähnenkamm und der Bauch und Kruppe sowie die Ohren und Kinn sind die am häufigsten betroffenen Stellen.
Therapie:
1. Die Pferde vor Insektenstichen schützen
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durch eine sogenannte Ekzemer-Decke (eine sehr wirksame Methode)
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durch die Reduzierung des Weidegangs auf die Zeiten geringer Aktivität von Mücken (z. B. bei trockener Hitze am Tag oder bei Nässe und Kälte). Der Abend ist in der Regel die kritische Zeit.
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Verfüttern von ganzen Knoblauchzehen.
2. Brust und Bauch 2 x wöchentlich mit Babyöl einreiben. Die Insekten kommen nicht mehr an die Haut.
3. Melkfett, Vaseline und Teebaumöl bzw. Teebaumsalben sind ebenfalls sehr geeignet.
4. besprühen sie die betroffenen Stellen öfters mit Silberwasser zu 25ppm. Durch die entzündungshemmenden Eigenschaften und durch die kühlende Wirkung verspührt ihr Pferd recht schnell eine Erleichterung.
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